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<title>Tiefwerder</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Tiefwerder</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Tiefwerder</b> bezeichnet eine <a href="Ortslage" title="Ortslage">Ortslage</a> und einen <a href="Werder_(Landschaft)" title="Werder (Landschaft)">Werder</a> der <a href="Havel" title="Havel">Havel</a> im <a href="Berlin" title="Berlin">Berliner</a> <a href="Bezirk_Spandau" title="Bezirk Spandau">Bezirk Spandau</a>. Während das Dorf Tiefwerder und der benachbarte <a href="S%C3%BCdhafen_Spandau" title="Südhafen Spandau">Südhafen Spandau</a> zum Ortsteil <a href="Berlin-Spandau" title="Berlin-Spandau">Spandau</a> gehören, zählen die umgebenden Wald-, Wiesen- und Wasserflächen des Werders zum Ortsteil <a href="Berlin-Wilhelmstadt" title="Berlin-Wilhelmstadt">Wilhelmstadt</a>.
</p><p>Am Faulen See befand sich bis in das 13. Jahrhundert eine <a href="Slawen" title="Slawen">frühslawische</a> Siedlung. Das Dorf Tiefwerder entstand 1815 als Kolonistendorf, als Nachfahren der Spandauer <a href="Kietz_(Siedlung)" title="Kietz (Siedlung)">Kietz</a>-Fischer auf den Werder umgesiedelt wurden. Ein großer Teil der historischen Häuser entlang der Dorfstraße ist erhalten und steht als Gesamtensemble <i>Kolonistensiedlung Tiefwerder</i> unter <a href="Kulturdenkmal" title="Kulturdenkmal">Denkmalschutz</a>. Unter Denkmalschutz steht zudem das Gebäude in der <a href="Liste_der_Stra%C3%9Fen_und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Spandau#Dorfstraße*" title="Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Spandau">Dorfstraße</a> 5 aus dem Jahr 1895, in dem seit den 1920er Jahren das <a href="Ballhaus_Spandau" title="Ballhaus Spandau">Ballhaus Spandau</a> ansässig ist. Das <a href="Wasserwerk" title="Wasserwerk">Wasserwerk</a> Tiefwerder aus dem Jahr 1914 versorgt sechs Berliner Bezirke mit <a href="Trinkwasser" title="Trinkwasser">Trinkwasser</a>.
</p><p>Im Süden und Osten grenzt das <a href="Landschaftsschutzgebiet" title="Landschaftsschutzgebiet">Landschaftsschutzgebiet</a> <a href="Tiefwerder_Wiesen" title="Tiefwerder Wiesen">Tiefwerder Wiesen</a> an die Ortslage. Das von Altarmen der Havel durchzogene Gebiet ist das letzte in Berlin erhaltene natürliche <a href="%C3%9Cberschwemmungsgebiet" title="Überschwemmungsgebiet">Überschwemmungs-</a> und <a href="Hecht" title="Hecht">Hechtlaichgebiet</a> mit großer Bedeutung für den <a href="Artenschutz" title="Artenschutz">Artenschutz</a>. Es enthält <a href="Feuchtwiese" title="Feuchtwiese">Feuchtwiesen</a>, <a href="Auwald" title="Auwald">Auwaldreste</a> und <a href="R%C3%B6hricht" title="Röhricht">Röhrichte</a> mit natürlichen Land-Wasserübergängen. Aufgrund der zahlreichen Wasserläufe und Siedlungen an den Gräben wird Tiefwerder auch als „Klein-Venedig von Spandau“ bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geografie">Geografie</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lage_und_Definition_Tiefwerder">Lage und Definition Tiefwerder</h3></div>
<p>Tiefwerder ist ursprünglich ein <a href="Flurname" title="Flurname">Flurname</a>. Die erste schriftliche Erwähnung findet sich 1674/1675 als <i>aufm Tiefwerder</i>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Den Zusatz <i>Tief</i> erhielt die Flurbezeichnung <i>Werder</i> in Abgrenzung zum südlich anschließenden <a href="Pichelswerder" title="Pichelswerder">Pichelswerder</a>, dessen hochgelegene Ostseite einen Ausläufer des <a href="Teltow_(Landschaft)" title="Teltow (Landschaft)">Teltowplateaus</a> bildet. Der Flurname wurde auf das 1816 gegründete Dorf übertragen.
</p>
<p>Das Gesamtgebiet Tiefwerder liegt zwischen der Havel und der <a href="Havelchaussee" title="Havelchaussee">Havelchaussee</a>. Unklar ist die nördliche und südliche Begrenzung. Die zu Spandau gehörige <a href="Ortslage" title="Ortslage">Ortslage</a> Tiefwerder umfasst den alten Dorfkern und seine späteren Bebauungen zwischen dem Spandauer Südhafen, der ein durch eine <a href="Flussbegradigung" title="Flussbegradigung">Flussbegradigung</a> entstandener Altarm der Havel ist, und dem Kleinen und Großen Jürgengraben. Gelegentlich wird der Südhafen Spandau der Ortslage hinzugerechnet. Reichte die Ortslage nach Norden ursprünglich bis zur Tiefwerderbrücke, werden heute oft weiter nördlich liegende Teile bis zum <a href="Berlin-Stresow" class="mw-redirect" title="Berlin-Stresow">Stresow</a> hinzugerechnet.
</p>
<p>Bei der Gesamtbezeichnung Tiefwerder kommen die Niederungsgebiete des Werders hinzu, die zu Wilhelmstadt gehören. Dazu zählen die nordöstlich des Dorfes gelegenen und heute aufgeschütteten Freiheitswiesen, der Bereich um den Faulen See und die auf der nebenstehenden Karte von 1894 unbezeichnete Insel südlich des Dorfes zwischen Tiefwerder und Pichelswerder. Die Insel bildet heute den letzten noch verbliebenen Überschwemmungsbereich und das Zentrum des Landschaftsschutzgebiets Tiefwerder Wiesen. Der zentrale Wiesenbereich ist durch eine Fußgängerbrücke über den Kleinen Jürgengraben mit dem Dorf verbunden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kartierung_als_„Lebensweltlich_orientierter_Raum“_(LOR)"><span id="Kartierung_als_.E2.80.9ELebensweltlich_orientierter_Raum.E2.80.9C_.28LOR.29"></span>Kartierung als „Lebensweltlich orientierter Raum“ (LOR)</h3></div>
<p>Im Jahr 2006 stimmten die planenden Fachverwaltungen des <a href="Senat_von_Berlin" title="Senat von Berlin">Senats</a>, der <a href="Bezirk_(Berlin)" class="mw-redirect" title="Bezirk (Berlin)">Bezirke</a> und des <a href="Amt_f%C3%BCr_Statistik_Berlin-Brandenburg" title="Amt für Statistik Berlin-Brandenburg">Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg</a>, auf der Grundlage der von der Jugendhilfe bereits definierten <a href="Sozialr%C3%A4umliche_Struktur" title="Sozialräumliche Struktur">Sozialräume</a>, sogenannte „<a href="Lebensweltlich_orientierte_R%C3%A4ume" title="Lebensweltlich orientierte Räume">Lebensweltlich orientierte Räume</a>“ (LOR) ab. Die LOR wurden am 1. August 2006 „per Senatsbeschluss als neue räumliche Grundlage für Planung, Prognose und Beobachtung demografischer und sozialer Entwicklungen in Berlin festgelegt.“<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In seiner <a href="Kartierung_(Kartografie)" title="Kartierung (Kartografie)">Kartierung</a> aus dem Jahr 2008 fasst das Amt für Statistik den Lebensraum Tiefwerder (Gebiet 27 in Spandau) sehr weit und bezieht über das Dorf und den Werder hinaus den gesamten nördlichen Bereich bis zum Straßenzug <a href="Liste_der_Stra%C3%9Fen_und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Spandau#Ruhlebener_Straße*" title="Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Spandau">Ruhlebener Straße</a>/<a href="Liste_der_Stra%C3%9Fen_und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Spandau#Charlottenburger_Chaussee*" title="Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Spandau">Charlottenburger Chaussee</a> in den <i>Lebensraum</i> Tiefwerder mit ein.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der vorliegende Artikel beschreibt Tiefwerder in der Begrenzung des LOR-Systems mit Ausnahme der Nordwestecke zwischen Havel und Ruhlebener Straße, da diese Ecke dem historischen und auch heutigen Gebiet <a href="Berlin-Stresow" class="mw-redirect" title="Berlin-Stresow">Stresow</a> zuzurechnen ist. Die Nordostecke im Bereich <a href="Liste_der_Stra%C3%9Fen_und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Wilhelmstadt#Elsgrabenweg*" title="Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Wilhelmstadt">Elsgrabenweg</a>/Ruhlebener Straße/<a href="Liste_der_Stra%C3%9Fen_und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Wilhelmstadt#Teltower_Straße*" title="Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Wilhelmstadt">Teltower Straße</a> bezieht dieser Artikel, entsprechend der LOR-Kartierung, ein, auch wenn sie Teil des historischen Gutsbezirks <a href="Grunewald_(Forst)" title="Grunewald (Forst)">Grunewald-Forst</a> beziehungsweise ab 1914 des <a href="Heerstra%C3%9Fe_(Berlin)#Gutsbezirk_Heerstraße_(1914–1920)" title="Heerstraße (Berlin)">Gutsbezirks Heerstraße</a> im <a href="Landkreis_Teltow" title="Landkreis Teltow">Landkreis Teltow</a> war, während Tiefwerder zum <a href="Landkreis_Osthavelland" title="Landkreis Osthavelland">Landkreis Osthavelland</a> gehörte. Denn dieser Teil des Gutsbezirks kam 1920 bei der Bildung <a href="Gro%C3%9F-Berlin" title="Groß-Berlin">Groß-Berlins</a> zu <a href="Berlin-Spandau" title="Berlin-Spandau">Spandau</a> und gehört heute wie das Niederungsgebiet des Werders verwaltungstechnisch zum Ortsteil Wilhelmstadt. Damit beschreibt der Artikel Tiefwerder in folgenden Grenzen:
</p>
<ul><li>Westbegrenzung: Havel</li>
<li>Nordbegrenzung: Straßenzug <a href="Liste_der_Stra%C3%9Fen_und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Wilhelmstadt#Schulenburgstraße*" title="Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Wilhelmstadt">Schulenburgstraße</a>/Charlottenburger Chaussee</li>
<li>Ostbegrenzung: <a href="S-Bahn_Berlin" title="S-Bahn Berlin">S-Bahn</a>-Wall der <a href="Spandauer_Vorortbahn" title="Spandauer Vorortbahn">Spandauer Vorortbahn</a> (weitgehend parallel zur <a href="Havelchaussee" title="Havelchaussee">Havelchaussee</a>)</li>
<li>Südbegrenzung: Niederungsgebiet südlich des Kleinen Jürgengrabens.</li></ul>
<p>Im Osten bildet die Spandauer Vorortbahn die Grenze zum <a href="Bezirk_Charlottenburg-Wilmersdorf" title="Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf">Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf</a>, die <a href="Altstadt_Spandau" title="Altstadt Spandau">Altstadt Spandau</a> liegt rund 1,8 Kilometer nordwestlich. Mit der Dorfstraße gibt es im zentralen Bereich Tiefwerders um den alten Dorfkern lediglich eine Straße, die nur aus nördlicher Richtung erreichbar ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geomorphologie_und_Naturraum">Geomorphologie und Naturraum</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Eiszeitliche_Prägung"><span id="Eiszeitliche_Pr.C3.A4gung"></span>Eiszeitliche Prägung</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Tiefwerder_Wiesen" title="Tiefwerder Wiesen">Landschaftsschutzgebiet Tiefwerder Wiesen</a></i></div>
<p>Tiefwerder befindet sich im südlichen Mündungsbereich der Spree in die Havel. Die Spreeniederung verläuft im <a href="Weichsel-Kaltzeit" title="Weichsel-Kaltzeit">weichselglazialen</a> <a href="Berliner_Urstromtal" class="mw-redirect" title="Berliner Urstromtal">Berliner Urstromtal</a>, das aus mächtigen <a href="Sand" title="Sand">Sanden</a> aufgebaut ist, die mehr als 20 Meter Mächtigkeit erreichen können. Die Havel folgt in ihrem Verlauf einer <a href="Glaziale_Rinne" title="Glaziale Rinne">glazialen Rinne</a> und quert das Urstromtal, ohne es über eine längere Strecke zu benutzen. Getrennt von der Havelchaussee und dem <a href="S-Bahn_Berlin" title="S-Bahn Berlin">S-Bahn</a>-Wall schließt sich im Osten der Schanzenwald an, der gleichfalls zum Talsandbereich der Spreeniederung gehört. Der Schanzenwald geht in die Murellenberge über und bildet mit ihnen das <a href="Naturschutzgebiet_(Deutschland)" title="Naturschutzgebiet (Deutschland)">Naturschutzgebiet</a> <a href="Murellenschlucht_und_Schanzenwald" class="mw-redirect" title="Murellenschlucht und Schanzenwald">Murellenschlucht und Schanzenwald</a>. Das Hügelgebiet aus <a href="Endmor%C3%A4ne" title="Endmoräne">Stauch- und Endmoränen</a> gehört zur Nordwestkante des <a href="Teltow_(Landschaft)" title="Teltow (Landschaft)">Teltowplateaus</a>.
</p>
<p>Die Tiefwerder Wiesen sind das letzte in Berlin erhaltene natürliche <a href="%C3%9Cberschwemmungsgebiet" title="Überschwemmungsgebiet">Überschwemmungs-</a> und <a href="Hecht" title="Hecht">Hechtlaichgebiet</a> mit großer Bedeutung für den <a href="Artenschutz" title="Artenschutz">Artenschutz</a> und enthalten <a href="Feuchtwiese" title="Feuchtwiese">Feuchtwiesen</a>, <a href="Auwald" title="Auwald">Auwaldreste</a> und <a href="R%C3%B6hricht" title="Röhricht">Röhrichte</a> mit natürlichen Land-Wasserübergängen. Ursprünglich umfasste das von Havelaltarmen durchzogene Gebiet auch heute aufgeschüttete Flächen wie die Freiheitswiesen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Tiefwerder_Wiesen">Tiefwerder Wiesen</h4></div>
<p>Die <a href="Biotop" title="Biotop">Biotop</a>- und <a href="Landschaft" title="Landschaft">Landschaftsfunktion</a> des Landschaftsschutzgebiets Tiefwerder Wiesen (auch als <i>Hechtlaichwiesen</i> bezeichnet) hängt entscheidend von ihrer Überschwemmungsdynamik ab. Faktoren wie die Reduzierung der <a href="Spree#Hydrologie_und_Hydrografie" title="Spree">Spree-Zuflüsse in der Lausitz</a> oder die Havelvertiefung führten seit 1990 zu einer Absenkung des Havelwasserspiegels und zu einer dramatischen Verschlechterung dieser Dynamik, sodass die Zugänglichkeit der Laichwiesen für Hechte nur noch in manchen Jahren möglich ist.<sup id="cite_ref-natürlich_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-natürlich-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das endgültige Aus droht der Überschwemmungsdynamik durch das <a href="Verkehrsprojekte_Deutsche_Einheit#Wasserwege" title="Verkehrsprojekte Deutsche Einheit">Verkehrsprojekt ‚Deutsche Einheit‘ 17</a> (VDE Nr. 17), das zu einer weiteren Senkung des Wasserstandes führen wird. Wird das Projekt realisiert, will das Land Berlin über eine <a href="Eingriffsregelung_in_Deutschland" title="Eingriffsregelung in Deutschland">Ausgleichsmaßnahme</a> die künstliche Bewässerung der Tiefwerder Wiesen mit Havelwasser durchsetzen und <a href="Fischtreppe" title="Fischtreppe">Fischtreppen</a> anlegen lassen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Land Berlin prüft seit 2007 die Ausweitung des Schutzstatus zum <a href="Naturschutzgebiet_(Deutschland)" title="Naturschutzgebiet (Deutschland)">Naturschutzgebiet</a>.
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Tiefwerder_Wiesen" title="Tiefwerder Wiesen">Landschaftsschutzgebiet Tiefwerder Wiesen</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Frühslawische_Siedlung_am_Faulen_See"><span id="Fr.C3.BChslawische_Siedlung_am_Faulen_See"></span>Frühslawische Siedlung am Faulen See <span id="Fr.C3.BChslawische_Siedlung"></span><span id="Frühslawische_Siedlung"></span></h3></div>
<p>Auf dem Ostufer des verlandenden Faulen Sees, dem Rest eines Havelaltarms, bestand bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts eine <a href="Slawen" title="Slawen">frühslawische</a> Siedlung. <a href="Arch%C3%A4ologischer_Fund" title="Archäologischer Fund">Archäologische Funde</a> aus dem Jahr 1962 – Gefäßbruchstücke, nach <a href="Adriaan_von_M%C3%BCller" title="Adriaan von Müller">Adriaan von Müller</a> vom Prager Typus – deuten auf eine Besiedlung zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert hin. Gibt man der Datierung 6. Jahrhundert Vorrang, wäre das Dorf im Zuge der ersten slawischen Siedlungswelle in das <a href="Havelland" title="Havelland">Havelland</a> angelegt worden und wäre damit älter als die zentrale slawische Siedlungskammer des Spandauer Raums auf der Havelinsel unter dem <a href="Burgwall_Spandau" class="mw-redirect" title="Burgwall Spandau">Burgwall</a>.<sup id="cite_ref-Entstehung_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-Entstehung-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Siedlung lag auf dem heutigen Gelände des <a href="Wasserwerk" title="Wasserwerk">Wasserwerks</a> Tiefwerder. Der Faule See hieß bis in das 19. Jahrhundert <i>Wirchen-See</i> und <a href="Winfried_Schich" title="Winfried Schich">Winfried Schich</a> vermutet, dass der Seename dem Dorfnamen entlehnt ist. Analog zum Dorf <a href="Ferch" title="Ferch">Ferch</a> bei <a href="Potsdam" title="Potsdam">Potsdam</a> wäre der Name <a href="Etymologie" title="Etymologie">etymologisch</a> aus slawisch <i>verch/virch</i> = <i>Höhe, Erhebung</i> abzuleiten – hier bezogen auf die benachbarten Teltowhänge.<sup id="cite_ref-Entstehung_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-Entstehung-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Noch 1704 verzeichnet das Erbregister Spandau <i>Wirchow</i> als Flurnamen: „[…] biß hinter Pichelstorff an die Scharpelancke und Wirchow.“ (Scharpelancke = <a href="Scharfe_Lanke" title="Scharfe Lanke">Scharfe Lanke</a>)<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wahrscheinlich verbirgt sich auch im <i>Jürgengraben</i>, der noch im 19. Jahrhundert als <i>Würgengraben</i> bezeichnet wurde, der gleiche Name.<sup id="cite_ref-Entstehung_7-2" class="reference"><a href="#cite_note-Entstehung-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fischerdorf_1816">Fischerdorf 1816 <span id="Fischerdorf"></span></h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Umsiedlung_der_Spandauer_Kietzer_nach_Tiefwerder">Umsiedlung der Spandauer Kietzer nach Tiefwerder</h4></div>
<p>Nach der Gründung der <a href="Mark_Brandenburg" title="Mark Brandenburg">Mark Brandenburg</a> durch den <a href="Askanier" title="Askanier">Askanier</a> <a href="Albrecht_I._(Brandenburg)" title="Albrecht I. (Brandenburg)">Albrecht der Bär</a> im Jahr 1157 und der danach einsetzenden mittelalterlichen <a href="Deutsche_Ostsiedlung" class="mw-redirect" title="Deutsche Ostsiedlung">Ostsiedlung</a> wurde die slawische Bevölkerung des Spandauer Raums größtenteils von deutschen Zuwanderern <a href="Assimilation_(Soziologie)" title="Assimilation (Soziologie)">assimiliert</a>. Allerdings blieb eine Dienstsiedlung bei der Spandauer Burg mit slawischen Kietzern besetzt. Die <i>Wenden uff dem Kytze doselbst vor Spanndow</i> hatten 25 Häuser im Jahr 1375 und besaßen ausgedehnte <a href="Fischereirecht" title="Fischereirecht">Fischereirechte</a> auf der Havel und der Spree, aber keine <a href="B%C3%BCrgerrecht" title="Bürgerrecht">Bürgerrechte</a>.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Acht Tage im Jahr hatten sie auf der Burg Hofdienst zu leisten. Im Zuge des Ausbaus der <a href="Zitadelle_Spandau" title="Zitadelle Spandau">Zitadelle</a> wurde 1559 der <a href="Kietz_(Siedlung)" title="Kietz (Siedlung)">Kietz</a> aufgelassen und die Kietzer wurden auf den Burgwall umgesiedelt. Bei der Belagerung Spandaus durch russische Truppen in den <a href="Befreiungskriege" title="Befreiungskriege">Befreiungskriegen</a> ließ 1813 der französische Divisionsgeneral und Gouverneur Bruny die Vorstädte räumen und niederbrennen, darunter die Wohnungen der Nachkommen der Kietzer auf dem Burgwall.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die ehemaligen Kietzer mussten erneut umgesiedelt werden und kamen als Kolonisten (da von der Stadt Spandau nach Brandenburg) nach Tiefwerder.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Abendausgabe des <i><a href="Berliner_Tageblatt" title="Berliner Tageblatt">Berliner Tageblatts</a></i> berichtete am 3. März 1916 unter der Überschrift <i>Hundertjahrfeier in Tiefwerder</i> etwas abweichend:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Als in den Jahren 1560 bis 1594 durch <a href="Rochus_zu_Lynar_(Baumeister)" title="Rochus zu Lynar (Baumeister)">Rochus zu Lynar</a> das alte Schloß zur Zitadelle ausgebaut wurde, mußten die Kietzer ihre bisherige Wohnstätte verlassen und wurden am Pichelsdorfer Wege angesiedelt, gegenüber dem Burgwall, einer uralten Wendenschanze, von diesem durch einen schiffbaren Wasserarm getrennt. Auch von diesem ‚neuen Kietz‘ mußte jedoch die alte Fischergemeinde weichen, als <a href="K%C3%B6nigreich_Preu%C3%9Fen" title="Königreich Preußen">Preußen</a> im Jahre 1816 die Spandauer Festungswerke planmäßig erweiterte; sie erhielt eine neue Heimstätte auf dem Tiefwerder, einer langen, schmalen Insel zwischen der Havel und dem Faulen See, nördlich des Pichelswerders. Nachdem am 2. November 1815 die ‚Retablierung‘ der Fischer hier durch die Ministerien genehmigt war, wurden diesen am 25. April 1816 die einzelnen Grundstücke zugewiesen. Die Bebauung erfolgte in den Jahren 1818 bis 1820 mit Unterstützung der Regierung.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Hundertjahrfeier in Tiefwerder, Berliner Tageblatt, 3. März 1916<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></span></div></div>
<p>Als Gründungsjahr des Dorfes gilt 1816. Bis in das 20. Jahrhundert blieb der Haupterwerbszweig der Bewohner fast ausschließlich die <a href="Binnenfischerei" title="Binnenfischerei">Fischerei</a>. In den 2000er Jahren bildet die <i>Fischersozietät Tiefwerder-Pichelsdorf</i> eine der einflussreichsten Fischereiorganisationen der Region und wacht im Land Berlin über 1682 <a href="Hektar" title="Hektar">Hektar</a> und im Land Brandenburg über 3847 ha Fischereigewässer.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Baudenkmäler_auf_dem_Tiefwerder"><span id="Baudenkm.C3.A4ler_auf_dem_Tiefwerder"></span>Baudenkmäler auf dem Tiefwerder</h4></div>
<p>Fünfzehn Kolonistenhäuser an der Dorfstraße sind erhalten und stehen als Gesamtensemble <i>Kolonistensiedlung Tiefwerder</i> (Siedlung und Dorfanlage) unter <a href="Kulturdenkmal" title="Kulturdenkmal">Denkmalschutz</a>.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine <a href="Stieleiche" title="Stieleiche">Stieleiche</a> <i>(Quercus robur)</i> am Ende der Dorfstraße auf der Böschung des Kleinen Jürgengrabens ist als <a href="Naturdenkmal" title="Naturdenkmal">Naturdenkmal</a> ausgewiesen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der rund 200 Jahre alte Baum hat eine Höhe von 15 bis 20 Meter, einen Kronendurchmesser von rund 20 Metern und einen Stammumfang von 2,50 bis 3 Meter.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Denkmalgeschützt ist ferner das Haus in der Dorfstraße 5, das um 1895 der Maurermeister Karl Schüler bauen ließ<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und das sich bald als Tanzlokal etablierte und als <a href="Ballhaus_Spandau" title="Ballhaus Spandau">Ballhaus Spandau</a> Berliner aus allen Ortsteilen anzog. Die heutige <a href="Diskothek" title="Diskothek">Diskothek</a> gehört zu den ältesten Diskotheken weltweit und wirbt für sich als die älteste Rockdiskothek Europas, die durchgehend am gleichen Platz, also ohne einen Umzug, besteht. In der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a> nutzte die <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> das Lokal als Tagungs- und Veranstaltungsort. Weitere Baudenkmäler im Bereich Tiefwerder sind die beiden Mietshäuser des Maschinenfabrikanten Wilhelm Beeken in der Teltower Straße 16–18 aus dem Jahr 1914.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ferner ist der wenig erhaltene Rest der <i>Teltower Schanze</i> (auch <i>Teltower Brück Schanze</i>) im Eck Havelchaussee/Elsgrabenweg denkmalgeschützt (Schanze, Graben, Hohlschutzraum und Befestigungsanlage).<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Schanze_(Festungsbau)" title="Schanze (Festungsbau)">Schanze</a> wurde zwischen 1855 und 1866 von der <a href="Preu%C3%9Fische_Armee" title="Preußische Armee">Preußischen Militärverwaltung</a> am ehemaligen <a href="Elsgraben_(Fauler_See)" class="mw-redirect" title="Elsgraben (Fauler See)">Elsgraben</a> errichtet und gehörte zur <a href="Berlin-Stresow" class="mw-redirect" title="Berlin-Stresow">Stresow</a>-Befestigung, die wie die <a href="Havelschanze" title="Havelschanze">Havelschanze</a> ein Teil des um die <a href="Altstadt_Spandau" title="Altstadt Spandau">Altstadt Spandau</a> und die Zitadelle angelegten Befestigungsrings war. Die militärische Nutzung des <a href="Reduit" title="Reduit">Reduitbaus</a>, der dem <a href="Murellenberge%2C_Murellenschlucht_und_Schanzenwald#Schanzenwald" title="Murellenberge, Murellenschlucht und Schanzenwald">Schanzenwald</a> den Namen gab, endete 1903.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Südhafen_und_Wasserwerk"><span id="S.C3.BCdhafen_und_Wasserwerk"></span>Südhafen und Wasserwerk <span id="S.C3.BCdhafen"></span><span id="Südhafen"></span></h3></div>
<p>Die Stadt Spandau baute 1908 den <a href="S%C3%BCdhafen_Spandau" title="Südhafen Spandau">Südhafen</a> am Tiefwerder aus. Sie ließ dabei zugleich die Havel <a href="Flussbegradigung" title="Flussbegradigung">begradigen</a>, sodass zwischen dem Havelaltarm – heute als <i>Unterhafen Spandau</i> bezeichnet – und dem regulierten Fluss eine hochwasserfreie Insel entstand. Die Hafenanlagen auf der Insel wurden im Norden mit einem aufgeschütteten Damm an die <a href="Schulenburgbr%C3%BCcke" title="Schulenburgbrücke">Schulenburgbrücke</a> und den Stresow angebunden. Eine Hafenbahn verband die Hafenanlagen mit der <a href="Berliner_Stadtbahn" title="Berliner Stadtbahn">Berliner Stadtbahn</a> in Ruhleben. Umgeschlagen wurden hauptsächlich englische <a href="Steinkohle" title="Steinkohle">Gaskohle</a> aus Hamburg, <a href="Eisen" title="Eisen">Walzeisen</a>, <a href="Baustoff" title="Baustoff">Baustoffe</a> und <a href="Zuckerr%C3%BCbe" title="Zuckerrübe">Zuckerrüben</a>. Der <a href="Binnenhafen" title="Binnenhafen">Binnenhafen</a> verlor schnell an Bedeutung, da er der Konkurrenz des Berliner <a href="Westhafen_(Berlin)" title="Westhafen (Berlin)">Westhafens</a> und <a href="Nordhafen_Spandau" title="Nordhafen Spandau">Spandauer Nordhafens</a> nicht gewachsen war.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Heute betreibt die <a href="BEHALA" title="BEHALA">Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft</a> (BEHALA) das 17 Hektar umfassende Hafengelände. Durch die Lagerung von flüssigen <a href="Mineral%C3%B6l" title="Mineralöl">Mineralölprodukten</a> nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> ist das Gelände stark <a href="Stoffreinheit#Verunreinigung_(Kontamination)" title="Stoffreinheit">kontaminiert</a>. Seit 1990 baut die BEHALA Hoch- und Erdtanks, Gebäude und Versiegelungen teilweise <a href="R%C3%BCckbau" class="mw-redirect" title="Rückbau">zurück</a> und saniert die beschädigten Flächen.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Sanierung ist nicht nur zum Schutz der Tiefwerder Wiesen erforderlich. Der östliche <a href="Grundwasser" title="Grundwasser">Grundwasserabstrom</a> des Südhafens liegt am Rand des <a href="Wasserschutzgebiet" title="Wasserschutzgebiet">Wasserschutzgebiets</a> Tiefwerder (engere Wasserschutzzone II<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) und der Förderbrunnen des <a href="Wasserwerk" title="Wasserwerk">Wasserwerks</a> nur rund 550 Meter entfernt. Das Wasserwerk Tiefwerder befindet sich zwischen dem Havelaltarm Hohler Weg und der Havelchaussee und ging 1914 in Betrieb. Bauherr war die <a href="Charlottenburger_Wasserwerke" class="mw-redirect" title="Charlottenburger Wasserwerke">Charlottenburger Wasserwerke AG</a>.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Werk der <a href="Berliner_Wasserbetriebe" title="Berliner Wasserbetriebe">Berliner Wasserbetriebe</a> versorgt heute sechs der zwölf Berliner Bezirke mit <a href="Trinkwasser" title="Trinkwasser">Trinkwasser</a>. 55 <a href="Brunnenbau" title="Brunnenbau">Vertikalbrunnen</a> mit Tiefen von 30 bis 100 Meter fördern im Maximum täglich 100.000 m³ Wasser.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kleingartenkolonien_und_Klein-Venedig">Kleingartenkolonien und Klein-Venedig</h3></div>
<p>Das ursprüngliche Überschwemmungsgebiet der Tiefwerder Wiesen wurde seit Beginn des 20. Jahrhunderts durch Aufschüttungen und Siedlungsbau immer mehr eingeengt. Die Trinkwassergewinnung des Wasserwerks führte ab 1914 zu einer Grundwasserabsenkung, sodass südlich des Dorfes und an einigen Gräben <a href="Kleingarten" title="Kleingarten">Kleingartenkolonien</a> und Wochenendhäuser errichtet werden konnten. Die nördlich gelegenen Freiheitswiesen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg mit Trümmerschutt aufgeschüttet.
</p><p>Das von Wasserläufen durchzogene Gebiet südlich und östlich des alten Dorfkerns wird auch „Klein-Venedig“<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> genannt. Zu diesem Gebiet gehören neben dem Großen und Kleinen Jürgengraben auch Teile der Tiefwerder Wiesen und deren Gewässer Hauptgraben und Hohler Weg. Bewohner und Erholungssuchende können sich hier teilweise nur mit dem Boot fortbewegen. Zur <a href="Renaturierung" title="Renaturierung">Renaturierung</a> der Flächen sprach das Naturschutzamt Spandau 2005 sechzig Pächtern, die Kleingartenparzellen auf landeseigenen Flächen des Landschaftsschutzgebiets hielten, die Kündigung aus. Zwar sind seither die meisten Parzellen geräumt und deren <a href="Gartenlaube" title="Gartenlaube">Lauben</a> <a href="R%C3%BCckbau" class="mw-redirect" title="Rückbau">rückgebaut</a>, allerdings gab das <a href="Kammergericht" title="Kammergericht">Kammergericht</a> einigen Kleingärtnern, die gegen die Kündigung geklagt hatten, 2008 Recht.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="DDR-Enklave">DDR-Enklave <span id="Enklave"></span></h3></div>
<p>Wie Teile des <a href="Berlin-Eiskeller" class="mw-redirect" title="Berlin-Eiskeller">Eiskellers</a> bildete ein kleiner Teil der Tiefwerder Wiesen eine <a href="Enklave" title="Enklave">Enklave</a> der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> in <a href="West-Berlin" title="West-Berlin">West-Berlin</a>. Sie gehörte zum <a href="Brandenburg" title="Brandenburg">brandenburgischen</a> Ort <a href="Seeburg_(Dallgow-D%C3%B6beritz)" title="Seeburg (Dallgow-Döberitz)">Seeburg</a>, der an Spandau grenzt und heute einen Ortsteil der Gemeinde <a href="Dallgow-D%C3%B6beritz" title="Dallgow-Döberitz">Dallgow-Döberitz</a> bildet. Die <a href="Vereinigtes_K%C3%B6nigreich" title="Vereinigtes Königreich">Briten</a>, in deren <a href="Viersektorenstadt" class="mw-redirect" title="Viersektorenstadt">Sektor</a> sich das Gebiet befand, lehnten einen staatshoheitlichen Anspruch der DDR ab, erkannten den Status aber insofern an, als sie die West-Berliner Behörden anwiesen, zwar Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, jedoch auf dem Gebiet nicht amtlich tätig zu werden. Der unklare Status fand seine stillschweigende Bereinigung in einer Protokollnotiz zu den letzten Gebietsaustauschvereinbarungen 1988. Beide Seiten erklärten, seitdem keine Exklaven mehr im jeweils anderen Territorium zu haben.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Statistische_Daten">Statistische Daten</h2></div>
<p>Gesonderte Daten zur Einwohnerentwicklung in Tiefwerder liegen nur bis 1937 vor.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einwohnerentwicklung_1871_bis_1937">Einwohnerentwicklung 1871 bis 1937 <span id="Einwohner"></span></h3></div>
<p>Bis zur Eingemeindung nach <a href="Gro%C3%9F-Berlin" title="Groß-Berlin">Groß-Berlin</a> im Jahre 1920 war Tiefwerder eine eigenständige <a href="Landgemeinde_(Preu%C3%9Fen)" class="mw-redirect" title="Landgemeinde (Preußen)">Landgemeinde</a> im <a href="Kreis_Osthavelland" class="mw-redirect" title="Kreis Osthavelland">Kreis Osthavelland</a> und umfasste zu dieser Zeit eine Fläche von 30 Hektar. Bei der <a href="Volksz%C3%A4hlung" title="Volkszählung">Volkszählung</a> von 1910 hatte der Ort 854 Einwohner.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center" width="97,5%">
<tbody><tr>
<th colspan="11">Einwohnerentwicklung in Tiefwerder von 1858 bis 1937<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th></tr>
<tr>
<th width="7,5%">
</th>
<th width="7,5%"> 1858
</th>
<th width="7,5%"> 1871
</th>
<th width="7,5%"> 1890
</th>
<th width="7,5%"> 1910
</th>
<th width="7,5%"> 1919
</th>
<th width="7,5%"> 1925
</th>
<th width="7,5%"> 1930
</th>
<th width="7,5%"> 1935
</th>
<th width="7,5%"> 1937
</th></tr>
<tr style="text-align:center">
<th>Einwohner
</th>
<td>343
</td>
<td>399
</td>
<td>733
</td>
<td>854
</td>
<td>804
</td>
<td>835
</td>
<td>1508
</td>
<td>818
</td>
<td>1399
</td></tr></tbody></table>
<p>Nach 1937 wurde die Einwohnerzahl Tiefwerders nicht mehr gesondert erhoben.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es kann aber als sicher gelten, dass die heutige Ortslage, die neue Siedlungen an den Freiheitswiesen und im Nordosten einbezieht, deutlich mehr Einwohner hat als in den 1930er Jahren. Einen Hinweis auf die heutige Bevölkerungszahl bietet der Spandauer Wahl-Stimmbezirk 303, der sich mit der Dorfstraße, dem Elsgrabenweg und der Teltower Straße sowie mit Teilen der Ruhlebener Straße, der Havelchaussee und des Tiefwerderweges fast genau mit dem hier beschriebenen Gebiet deckt. In diesem Stimmbezirk gab es 2006 bei der <a href="Wahlen_in_Berlin" class="mw-redirect" title="Wahlen in Berlin">Wahl</a> zum <a href="Abgeordnetenhaus_von_Berlin" title="Abgeordnetenhaus von Berlin">Abgeordnetenhaus von Berlin</a> 972 <a href="Wahlrecht" title="Wahlrecht">Wahlberechtigte</a>.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wahlverhalten">Wahlverhalten</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Reichstagswahlergebnisse_1932/1933"><span id="Reichstagswahlergebnisse_1932.2F1933"></span>Reichstagswahlergebnisse 1932/1933</h4></div>
<p>Dass die <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> das <a href="Ballhaus_Spandau" title="Ballhaus Spandau">Ballhaus Spandau</a> als Tagungs- und Veranstaltungsort nutzte (<a href="#Fischerdorf">siehe oben</a>), heißt nicht, dass Tiefwerder eine Hochburg des <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> war. Bei den <a href="Reichstagswahlen_in_Deutschland#Weimarer_Republik_(1918_bis_1933)" title="Reichstagswahlen in Deutschland">Reichstagswahlen</a> im <a href="Reichstagswahl_Juli_1932" title="Reichstagswahl Juli 1932">Juli 1932</a>, <a href="Reichstagswahl_November_1932" title="Reichstagswahl November 1932">November 1932</a> und <a href="Reichstagswahl_M%C3%A4rz_1933" title="Reichstagswahl März 1933">März 1933</a> blieb der Stimmenanteil der NSDAP in Tiefwerder (gemeinsam mit <a href="Pichelsdorf" class="mw-redirect" title="Pichelsdorf">Pichelsdorf</a> und Pichelswerder) jeweils deutlich unter dem Spandauer Durchschnitt (27,3 % zu 34,9 % Spandau gesamt zu 37,4 % Deutsches Reich gesamt / 27,9 % zu 33,2 % zu 33,1 % / 38,5 % zu 41,6 % zu 43,9 %). Hingegen gewannen <a href="Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands" title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands">SPD</a> und <a href="Kommunistische_Partei_Deutschlands" title="Kommunistische Partei Deutschlands">KPD</a> hier jeweils überdurchschnittlich. Bei der <a href="Volksabstimmung_(Deutschland)" class="mw-redirect" title="Volksabstimmung (Deutschland)">Volksabstimmung</a> im November 1933 über den Austritt aus dem <a href="V%C3%B6lkerbund" title="Völkerbund">Völkerbund</a> war die Ja-Stimmen-Quote mit 89,2 % die zweitniedrigste der 15 Spandauer Bezirke. Am höchsten lag <a href="Berlin-Siemensstadt" title="Berlin-Siemensstadt">Siemensstadt</a> mit 94,9 %, der Spandauer Durchschnitt lag bei 91,2 % Ja-Stimmen.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Abgeordnetenhauswahl_2006">Abgeordnetenhauswahl 2006</h4></div>
<p>Im Vergleich zum gesamten <a href="Bezirk_Spandau" title="Bezirk Spandau">Bezirk Spandau</a> und Gesamt-Berlin stimmten die 972 Wahlberechtigten des Stimmbezirks 303 bei der Abgeordnetenhauswahl am 17. September 2006 wie folgt; der Stimmbezirk 303 repräsentiert weitgehend Tiefwerder (siehe vorstehend):<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center" width="97,5%">
<tbody><tr>
<th colspan="9">Abgeordnetenhauswahl in Berlin 2006, <a href="Zweitstimme" title="Zweitstimme">Zweitstimmen</a> in %
</th></tr>
<tr>
<th width="7,5%">
</th>
<th width="7,5%"> <a href="SPD_Berlin" title="SPD Berlin">SPD</a>
</th>
<th width="7,5%"> <a href="CDU_Berlin" title="CDU Berlin">CDU</a>
</th>
<th width="7,5%"><a href="Die_Linke_Berlin" title="Die Linke Berlin">Linke</a>
</th>
<th width="7,5%"><a href="B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen_Berlin" title="Bündnis 90/Die Grünen Berlin">Grüne</a>
</th>
<th width="7,5%"> <a href="FDP_Berlin" title="FDP Berlin">FDP</a>
</th>
<th width="7,5%"><a href="Die_Grauen_%E2%80%93_Graue_Panther" title="Die Grauen – Graue Panther">Graue</a>
</th>
<th width="7,5%"> <a href="Nationaldemokratische_Partei_Deutschlands" class="mw-redirect" title="Nationaldemokratische Partei Deutschlands">NPD</a>
</th>
<th style="background:#E4E0E4" width="7,5%"> <a href="Arbeit_%26_soziale_Gerechtigkeit_%E2%80%93_Die_Wahlalternative" title="Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative">WASG</a>
</th></tr>
<tr>
<th>Stimmbezirk 303
</th>
<td>35,7
</td>
<td>26,8
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>3,9
</td>
<td>11,6
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>9,5
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>5,0
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>2,0
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>2,5
</td></tr>
<tr>
<th>Spandau gesamt
</th>
<td>33,4
</td>
<td>31,2
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>3,8
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>8,3
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>8,5
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>6,4
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>1,9
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>2,3
</td></tr>
<tr>
<th>Berlin gesamt
</th>
<td>30,8
</td>
<td>21,3
</td>
<td>13,4
</td>
<td>13,1
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>7,6
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>3,8
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>2,6
</td>
<td><span style="visibility:hidden;">0</span>2.9
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="In_Tiefwerder_geborene_Persönlichkeit"><span id="In_Tiefwerder_geborene_Pers.C3.B6nlichkeit"></span>In Tiefwerder geborene Persönlichkeit</h2></div>
<ul><li><a href="Olaf_Barutzki" title="Olaf Barutzki">Olaf Barutzki</a> (1906–1993), Schauspieler, kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Fernseh-Regisseur in der DDR</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Ernst_Friedel" title="Ernst Friedel">Ernst Friedel</a>: <i>Weihnachtsbräuche in Pichelsdorf und Tiefwerder bei Spandau.</i> In: <i>Brandenburgia</i>, 6, 1897/98.</li>
<li><a href="Wolfgang_Ribbe" title="Wolfgang Ribbe">Wolfgang Ribbe</a> (Hrsg.): <i>Geschichte Berlins</i>. Veröffentlichung der Historischen Kommission zu Berlin: 1. Band. Verlag C.H. Beck, München 1987, ISBN 3-406-31591-7.</li>
<li><i>Landschaftsschutzgebiet Tiefwerder Wiesen</i>. In: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin: <i>natürlich Berlin! Naturschutz- und NATURA 2000-Gebiete in Berlin.</i> Verlag Natur & Text, Berlin 2007, ISBN 978-3-9810058-3-7, S. 114–119.</li>
<li>Hans-Jürgen Rach: <i>Die Dörfer in Berlin</i>. Stapp-Verlag, Berlin 1988, ISBN 978-3-87776-211-0, Kapitel: <i>Tiefwerder</i>, S. 347/348.</li>
<li>Norbert Ritter: <i>Berliner Wanderbuch I. 15 Wanderungen durch das nördliche Berlin.</i> Stapp-Verlag, Berlin 1989. Kapitel: <i>Spandau und Tiefwerder</i>, S. 135–151, ISBN 978-3-87776-027-7.</li>
<li>Wolfgang Ribbe (Hrsg.): <i>Slawenburg, Landesfestung, Industriezentrum. Untersuchungen zur Geschichte von Stadt und Bezirk Spandau.</i> Colloquium-Verlag, Berlin 1983, ISBN 3-7678-0593-6.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Tiefwerder?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Tiefwerder</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:S%C3%BCdhafen_Spandau?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Südhafen Spandau</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://fbinter.stadt-berlin.de/fb/index.jsp?loginkey=alphaDataStart&alphaDataId=s_nsg_lsg@senstadt&alphaDataObjectId=LSG-24">Landschaftsschutzgebiet Tiefwerder Wiesen (Sachdaten mit Kartenlink)</a> – Senatsverwaltung für Stadtentwicklung</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.wsv.de/ftp/presse/2008/00209_2008.pdf"><i>VDE 17 – Eine Chance für die Tiefwerder Wiesen.</i></a> (PDF; 444 kB) Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, Wasserstraßen-Neubauamt Berlin, Pressemitteilung vom 26. Juni 2008</li>
<li>Uwe Gerber: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.forst-grunewald.de/html/tiefwerder.html"><i>Tiefwerder</i>.</a> In: <i>Der Grunewald im Spiegel der Zeit</i></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://denkmaldatenbank.berlin.de/daobj.php?obj_dok_nr=09085538">Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste: Kolonistensiedlung Tiefwerder</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.oxly2.de/oxly2/?p=9045">Bootsfahrt auf den Kanälen von Klein Venedig</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
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</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20170924125054/http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/basisdaten_stadtentwicklung/lor/">Senatsverwaltung für Stadtentwicklung</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.stadtentwicklung.berlin.de%2Fplanen%2Fbasisdaten_stadtentwicklung%2Flor%2F">Originals</a></span> vom 24. September 2017 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/basisdaten_stadtentwicklung/lor/">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/basisdaten_stadtentwicklung/lor/">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadtentwicklung.berlin.de</span> Basisdaten Stadtentwicklung, Lebensweltlich orientierte Räume (LOR) in Berlin, Planungsgrundlagen.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20210830230500/http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Produkte/Verzeichnisse/LOR-Karten_Schluessel_mit_TagsM.pdf"><i>Lebensweltlich orientierte Räume im Regionalen Bezugssystem des Landes Berlin 2008 Schlüssel- und Namensverzeichnis sowie Karten der Lebensweltlich orientierten Prognoseräume, Bezirksregionen und Planungsräume</i> (LOR)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.statistik-berlin-brandenburg.de%2FProdukte%2FVerzeichnisse%2FLOR-Karten_Schluessel_mit_TagsM.pdf">Originals</a></span> vom 30. August 2021 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Produkte/Verzeichnisse/LOR-Karten_Schluessel_mit_TagsM.pdf">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Produkte/Verzeichnisse/LOR-Karten_Schluessel_mit_TagsM.pdf">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik-berlin-brandenburg.de</span> (PDF) Potsdam, Berlin 2008. Siehe Karte auf S. 17, Gebiet 27 = Tiefwerder.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110304111645/http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/produkte/verzeichnisse/adressverzeichnis_lor_05.pdf"><i>Adressverzeichnis Lebensweltlich orientierte Räume im Regionalen Bezugssystem des Landes Berlin 2008 Schlüssel- und Namensverzeichnis sowie Karten der Lebensweltlich orientierten Prognoseräume, Bezirksregionen und Planungsräume</i> (LOR)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.statistik-berlin-brandenburg.de%2Fprodukte%2Fverzeichnisse%2Fadressverzeichnis_lor_05.pdf">Originals</a></span> vom 4. März 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/produkte/verzeichnisse/adressverzeichnis_lor_05.pdf">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/produkte/verzeichnisse/adressverzeichnis_lor_05.pdf">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik-berlin-brandenburg.de</span> (PDF; 340 kB) Potsdam / Berlin 2008. Zur Einbeziehung der Nordostecke im Bereich <a href="Liste_der_Stra%C3%9Fen_und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Wilhelmstadt#Elsgrabenweg*" title="Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Wilhelmstadt">Elsgrabenweg</a>/Ruhlebener Straße/<a href="Liste_der_Stra%C3%9Fen_und_Pl%C3%A4tze_in_Berlin-Wilhelmstadt#Teltower_Straße*" title="Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Wilhelmstadt">Teltower Straße</a> siehe beispielsweise Elsgraben S. 12, Zuordnung zur Wilhelmstadt und zu Gebiet 27 = Tiefwerder.</span>
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</li>
<li id="cite_note-Entstehung-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Entstehung_7-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Entstehung_7-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Entstehung_7-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Winfried_Schich" title="Winfried Schich">Winfried Schich</a>: <i>Die Entstehung der mittelalterlichen Stadt Spandau</i>. In: <i>Slawenburg, Landesfestung, Industriezentrum. Untersuchungen …</i>, S. 90.</span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://denkmaldatenbank.berlin.de/daobj.php?obj_dok_nr=09085818">Eintrag 09085818 in der Berliner Landesdenkmalliste</a><br><a rel="nofollow" class="external text" href="https://denkmaldatenbank.berlin.de/daobj.php?obj_dok_nr=09012507">Eintrag 09012507 in der Berliner Landesdenkmalliste</a></span>
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<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">52.516388888889</span><span class="longitude">13.2075</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:52.516388888889,13.2075"><span title="Breitengrad">52° 30′ 59″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">13° 12′ 27″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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